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Theologische Hochschule Friedensau

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An der Ihle 19
39291 Möckern OT Friedensau

Telefon (03921) 916116
Telefax (03921) 916120

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.ThH-Friedensau.de

Otto-Lüpke-Haus (Hauptgebäude der Hochschule)

Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine wissenschaftliche Hochschule für Sozialwesen, Theologie und Kirchenmusik. Sie befindet sich in kirchlicher Trägerschaft und ist staatlich anerkannt. Auf einem parkähnlichen Campus inmitten einer grünen Idylle gelegen, studieren an der Hochschule rund 200 Studenten aus über zwanzig Ländern. Die Studienatmosphäre ist geprägt von kleinen Arbeitsgruppen und einer persönlicher Betreuung durch die Dozenten. Zehn wissenschaftliche Institute sind an der Hochschule angesiedelt. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen insbesondere die biblische Archäologie mit Grabungsfeldern in Jordanien und die internationale Entwicklungszusammenarbeit mit zahlreichen Projekten im Ausland. Die Hochschulbibliothek umfasst ca. 100.000 Medien und steht allen Interessenten kostenlos zur Verfügung.

Folgende Studiengänge werden an der Theologischen Hochschule Friedensau angeboten:

 
Fachbereich Christliches Sozialwesen

 

Bachelor
 
Master
 
Fachbereich Theologie
 
Bachelor
 
Master
 
Außeruniversitäre Studiengänge

  

* Dualer Studiengang
** Neu ab Wintersemster 2011/2012 

 

 

Bibliothek


Aktuelle Meldungen

Theologische Hochschule Friedensau feiert ihre Absolventen - Matthias Graner hält Festansprache

(18.10.2011)

Am Sonntag, dem 16. Oktober 2011 fand die Feierstunde zur Verleihung der akademischen Grade der Theologischen Hochschule Friedensau statt. Insgesamt wurden 36 Studierende aus zehn Ländern in den Bereichen Theologie und Sozialwesen mit einem B.A. oder M.A. graduiert. Der mit 1000,- Euro dotierte DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen ging in diesem Jahr an Kwaku Arhin-Sam aus Ghana.

Die Graduierungsfeier in der Friedensauer Kapelle wurde von Prof. Friedbert Ninow, Rektor der Hochschule, geleitet und durch drei Musikstücke auf Klavier und Gitarre bereichert. Wie bei allen Festveranstaltungen an diesem Wochenende waren die knapp 300 Plätze der Kapelle mit Absolventen, Angehörigen, Mitarbeitern, Dozenten, Studierenden, Anwohnern und geladenen Gästen aus Politik und Kirche gefüllt.

Die Festansprache hielt Matthias Graner, MdL und Kreisverbandsvorsitzender der SPD im Jerichower Land. Angesichts der aktuellen globalen Situation, die durch Bevölkerungswachstum, Finanzkrisen und Protestbewegungen gekennzeichnet sei, forderte Graner alle Absolventen auf, sich in ihren Ländern politisch und gesellschaftlich zu engagieren. Neben dem teilweise berechtigten Protest sei es wichtig, Lösungen zu erarbeiten und sich aktiv mit allen erworbenen Fähigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft einzubringen. Eine christliche Ethik, die den Menschen als Ebenbild Gottes definiere und den Menschen als Träger und Ziel allen gesellschaftlichen Strebens im Blick behalte, sei dafür unerlässlich.

Auch die anderen Festredner stellten die Verantwortung der Absolventen in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Pastor Johannes Scheel erinnerte an den gesellschaftlichen Beitrag, den die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit der „kleinen und feinen Hochschule“ leiste und Tobias Koch bestärkte die Absolventen im Namen der Hochschule darin, ihren nun geeichten inneren Kompass in schwierigen Situationen des Berufslebens anzuwenden.

Mit den Feierlichkeiten im Oktober verabschiedet die Theologische Hochschule Friedensau traditionell ihre Absolventen, die im Anschluss meist als Sozialarbeiter/innen oder Pastoren/Pastorinnen in aller Welt arbeiten. Gleichzeitig werden neue Studierende und Lehrende seitens der Hochschule, der Kirchengemeinde und der Studentenschaft willkommen geheißen und in die „Hochschulfamilie“ aufgenommen.

Bereits am Samstag vor der Graduierungsfeier wurde am 15. Oktober das Wintersemester 2011/2012 mit einem Festgottesdienst am Vormittag und einem Konzert am Nachmittag in der Kapelle Friedensaus offiziell eröffnet. Pastor Erhard Biró, Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg, sprach in seiner Predigt über die Berufung des Propheten Jesaja. Er ermutigte die Anwesenden, der Gnade Gottes und seiner Vergebung zu vertrauen, sich von ihm in seinem Beruf – sei er nun theologischer, sozialer oder anderer Natur – gebrauchen zu lassen und sich nicht allein auf seine eigene Kraft zu verlassen. Das Kammerorchester Friedensau, bestehend aus Berufsmusikern und Laien, sorgte unter der Leitung von Christian Scheel und Jürgen Hartmann für das musikalische Highlight des Graduierungswochenendes. Besonders das Wechselspiel von Orgel und Orchester in der Sinfonie Nr. 1 von Alexandre Guilmant begeisterte die Zuhörer durch Dynamik, Präzision und beeindruckendem Klang.

[Theologische Hochschule Friedensau]

Foto zu Meldung: Theologische Hochschule Friedensau feiert ihre Absolventen - Matthias Graner hält Festansprache

Absolventen der Theologischen Hochschule Friedensau mit Preisen des DAAD und des Fördervereins ausgezeichnet

(28.10.2010)

Der Förderverein „Freundeskreis Friedensau“ international e.V. (FFF) verleiht alle zwei Jahre Preise für besondere Leistungen an Studierende der ThHF. Sie sind jeweils mit 500 EUR dotiert. In diesem Jahr ging der Waltraud-und-Herbert-Blomstedt-Preis Theologie an Björn Schwenger. „Er hat in den Prüfungen in den biblischen Sprachen, in seiner Bachelorthese und seinem gesamten Studium überragende Leistungen gezeigt“, so die Jury des Fachbereichs Theologie.

 

Der Waltraud-und-Herbert-Blomstedt-Preis Musik wurde Abiodun Adesanya verliehen. Der Nigerianer, der in Friedensau Theologie studierte, leistete durch Gesang, Klavierspiel und die engagierte Leitung des internationalen Chores einen wichtigen künstlerischen Beitrag zum kulturellen Leben an der Hochschule.

 

Den Förderpreis der Sparkasse Jerichower Land erhielt Tim Schroeder. Er erhält diesen Preis aufgrund seiner akademischen Leistungen wie auch seines Engagements für internationale Studierende in Friedensau; darüber hinaus ist sein persönlicher Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit mit Myanmar und Thailand hervorzuheben. Tim Schroeder ist u.a. Mitbegründer des Vereins „Buildungswerk e.V.“.

 

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Graduierungsfeierlichkeiten der Hochschule statt. Der Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau, Prof. Johann Gerhardt, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Stefan Höschele gratulierten den Preisträgern zu ihren verdienten Auszeichnungen.

 

Den Preis des DAAD 2010 für ausländische Studierende erhielt Samuel Ndikumana aus Burundi, der den Studiengang Master of Theological Studies (M.T.S.) erfolgreich abschloss und parallel dazu noch für den Studiengang Master of Arts International Social Sciences (M.A.) eingeschrieben ist. Mit diesem Preis wird seine besondere akademische Leistung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.000 EUR datiert und wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

 

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau bietet im Zuge des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge an.

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Friedensauer Kinderuniversität will Forscherdrang von Kindern fördern

(03.07.2009)

Die Theologische Hochschule Friedensau öffnet ihre Hörsäle am 22. und 23. Juli 2009 erstmals zu einer Kinderuniversität, in der Kinder von 8 bis 11 Jahren in die Welt des Forschens und Entdeckens eintauchen können.

 

Die kindgerechten Vorlesungen im Hörsaal geben einen Eindruck vom Flair und von den Herausforderung des Studierens. Kinder können entdecken, dass es Spaß macht, Unbekanntes zu erforschen und das Denken anzustrengen. Sie lernen die Symbole und die Verhaltensweisen der akademischen Welt kennen und erleben, dass sie als eigenständig denkende Persönlichkeiten akzeptiert werden. Dass Bildung einen bleibenden Wert hat, veranschaulichen Kinder-Studierendenausweis und Studienbuch, die die Teilnehmer nach der Lehrveranstaltung erhalten. Die Kinderuniversität soll so auf ein Hochschulstudium neugierig machen und den Leistungswillen und den Entdeckerdrang fördern.

 

Eltern, deren Kinder an einer Vorlesung der Kinderuniversität teilnehmen möchten, melden die Teilnahme wegen begrenzter Platzanzahl bitte vorher an unter Tel. 03921/916-133 oder per e-Mail an kinderuni@thh-friedensau.de.

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Erlebnis und Information beim Tag der offenen Tür

(18.05.2009)

Über 1500 Personen nutzten am vergangenen Sonntag, den 17. Mai 2009, die Gelegenheit, beim Tag der offenen Tür die Friedensauer Einrichtungen näher kennen zu lernen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein kamen zahlreiche Besucher nach Friedensau, um eigene Eindrücke von der kleinen Ortschaft zu sammeln. Dabei konnten sie an Mustervorlesungen teilnehmen und sich an zahlreichen Ständen über die Friedensauer Einrichtungen informieren.

Überwindung und Herzklopfen wurde den Besuchern abverlangt, die im Hochseilgarten auf dünnen Balken balancierten oder sich von Reifen zu Reifen hangelten.

Wer ein weniger spektakuläres Erlebnis suchte, konnte seine Reitkünste auf dem Reitplatz erproben. Neben Zielspritzen bei der Feuerwehr und einem Trödelmarkt wurden auch Führungen durch die Hochschulbibliothek, das Seniorenheim und das Historische Archiv sowie verschiedene Konzerte angeboten.

 

Für Essen und Trinken sorgten unter anderem die Mensa der Hochschule und das Seniorenheim. Besonders beliebt war dabei aber der Stand, der typische Gerichte aus Myanmar/ Burma verkaufte und von Studierenden aus diesem Land arrangiert wurde.

 

Eine weitere Attraktion an diesem Tag war der Stationenlauf. Wer mehrere Stationen anlief und vor Ort jeweils eine Frage richtig beantwortete, hatte bei der Verlosung am Abend die Chance von Landrat Lothar Finzelberg als erster Gewinner eines attraktiven Preises gezogen zu werden.

 

Insgesamt 160 Mitarbeiter von Theologischer Hochschule, Seniorenwohnheim, Kirchengemeinde, Kinder- und Jugendzentrum, Freiwilliger Feuerwehr und anderen Einrichtungen engagierten sich, um ein breites Erlebnis- und Informationsangebot zu ermöglichen.

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Mädchen und Jungen besuchten am Zukunftstag Hochschulbibliothek Friedensau

(25.04.2009)

Acht Mädchen und Jungen besuchten zum „Girl's Day" und dem Aktionstag „Neue Wege für Jungs" am 23.04.2009 die Hochschulbibliothek Friedensau. In Begleitung von zwei jungen Bibliotheksmitarbeitern im FSJ-Kultur erlebten die Schülerinnen und Schüler hautnah die Tätigkeiten in der Bibliothek. So inspizierten sie nicht nur die insgesamt vier Kilometer langen Bücherregale des Hauses, sondern erhielten eine Einführung in das Katalogisierungssystem und erfuhren, wie man Bücher zum gewünschten Thema finden kann und anhand welcher Kriterien die Bibliothek neue Bücher beschafft. Der jährliche Zukunftstag soll bundesweit Schülerinnen und Schülern ermöglichen, einen persönlichen Eindruck von möglichen späteren Berufsfeldern zu bekommen.

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Studierende der Theologischen Hochschule Friedensau zu Gast im Deutschen Bundestag

(02.02.2009)

Studierende der Theologischen Hochschule Friedensau besuchten am Freitag (30.01.2009) den Deutschen Bundestag und das ZDF Landesstudio in Berlin. Die Exkursion sollte Einblicke in den Prozess von der politischen Entscheidungsbildung bis hin zur Berichterstattung in den Medien ermöglichen.

 

Die Plenarsitzung zum Abrüstungsbericht der Bundesregierung, die von den Studierenden aus den USA, Russland, Tansania, Simbabwe und Deutschland interessiert verfolgt wurde, verdeutlichte einmal mehr die große Bedeutung, die der internationalen Kooperation in Fragen der Rüstungskontrolle zukommt. Anschließend trafen sich die Exkursionsteilnehmer mit der Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff, die die Studierenden aus ihrem Heimatwahlkreis zu einem Gespräch eingeladen hatte. Die Gäste aus Friedensau informierten sich über die Vielfalt und die hohen Anforderungen der parlamentarischen Arbeit, die nur zu einem kleinen Teil im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit liegt. Rund zwei Jahre bedürfe es, so Waltraud Wolff, um eine Gesetzesinitiative mit Fraktionen, Fachvertretern, Kirchen und Interessenverbänden abzustimmen und als Gesetz zu verabschieden. Auf Nachfrage erläuterte Waltraud Wolff die Problematik, die sich ergibt, wenn die persönliche Überzeugung eines Bundestagsmitglieds in Konflikt mit dem Fraktionszwang gerät. In besonderen Situationen könne es erforderlich sein, dass sich Bundestagsabgeordnete auch gegen politische Mehrheiten in der eigenen Fraktion behaupten müssen, da sie laut Grundgesetz nur ihrem Gewissen unterworfen sind.

 

Beim anschließenden Besuch im ZDF Landesstudio Berlin, dem zweitgrößten Standort des Senders nach dem Hauptsitz in Mainz, rückte die technische und journalistische Arbeit mit den Nachrichten aus dem politischen Geschehen in den Blick. So zeichnet das ZDF für sämtliche Fernsehübertragungen aus dem Deutschen Bundestag verantwortlich und stellt das Signal interessierten Sendern zur Verfügung. Der vom ZDF ermöglichte Zutritt zu einem Regieraum und zum Studio des Morgenmagazins verdeutlichte den hohen personellen und technischen Aufwand, den eine schnelle und hochwertige Berichterstattung erfordert. Im Gespräch wurde deutlich, dass es immer wieder eine Herausforderung für die Redakteure sei, die große Zahl an Informationen nach Zuverlässigkeit und Wichtigkeit zu bewerten und für die Zuschauer aufzubereiten.

 

„Demokratie geht uns alle an. Darum sollte die Exkursion die parlamentarische Demokratie anschaulich machen", erklärte Philipp Schleinig, der im Rahmen eines „Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur" in der Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule die Exkursion organisierte. Nicht nur bei den Teilnehmern, auch beim Deutschen Bundestag und beim politischen Journalismus in Berlin stieß dieses Anliegen auf offene Ohren.

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Studierende der Theologischen Hochschule Friedensau besuchten Justizvollzugsanstalt Brandenburg

(21.01.2009)

Um sich über den Alltag in einer Justizvollzugsanstalt (JVA) zu informieren und falsche  Vorstellungen über den „Knast" auszuräumen, besuchten am Montag (19.02.2009) 14 Studierende der Theologischen Hochschule Friedensau gemeinsam mit Rainer Patjens, Dozent für Recht der Sozialen Arbeit, im Rahmen einer Lehrveranstaltung „Kriminologie und Jugendstrafrecht" die JVA Brandenburg.

 

Vor Ort erfuhren die Studierenden, dass die Justizvollzugsanstalt Brandenburg ab 1927 gebaut wurde und eine Musterstrafanstalt der Weimarer Republik werden  sollte. Doch da die Fertigstellung erst im Jahr 1935 erfolgte, missbrauchte die NS-Justiz die Anstalt als Zuchthaus und Hinrichtungsstätte.

 

In den Jahren 1945 bis 1947 nutzten die sowjetischen Militärbehörden das Zuchthaus als Untersuchungsgefängnis, bis 1949/50 die Regierung der DDR die Einrichtung wieder für den Strafvollzug in Betrieb nahm.

 

Dank der Führung von Frau Schröder und Herrn Borngreve von der JVA besichtigten die Studierenden des Sozialwesens die verschiedenen Einrichtungen und erhielten interessante Einblicke in den Alltag der Inhaftierten. In zahlreichen  Handwerksbetrieben, wie beispielsweise in der Metallwerkstatt, der Schneiderei, der Tischlerei oder der Gärtnerei, können die Inhaftierten eigenes Geld verdienen, welches ihnen zum einen im Gefängnis und zum anderen nach ihrer Haftzeit zur Verfügung steht. Zudem wird die Möglichkeit einer schulischen oder beruflichen Ausbildung geboten. Nach Arbeitsschluss stehen zahlreiche Freizeitangebote zur Verfügung,  in denen sie sich künstlerisch, sportlich und auch bildungstechnisch betätigen können.

 

Die JVA Brandenburg handelt nach den drei Prinzipien des Angleichungsgrundsatzes, der der Anpassung des Haftalltags an das Leben in Freiheit dient, des Gegensteuerungsgrundsatzes, mit dem einer Rückfälligkeit vorgebeugt wird und des Wiedereingliederungsgrundsatzes, der unter anderem die Nachsorge beinhaltet, womit Inhaftierten nach ihrer Entlassung weiterhin von Mitarbeitern der JVA geholfen wird.

 

Abschließend hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich mit einigen Inhaftierten zu unterhalten, um auch aus deren Sicht den Gefängnisalltag kennen zu lernen.

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Einweihung neuer Lehrräume im Hauptgebäude der Hochschule

(09.01.2009)

Fünf neugestaltete und modern eingerichtete Lehrräume wurden am 8. Januar 2009 von Studierenden, Dozenten und Mitarbeitern der Theologischen Hochschule Friedensau feierlich eingeweiht. Zusammen mit den beiden Architekten Andreas Mayer-Winderlich und Edmundo Martinez Moreno stellte Roland Nickel, Kanzler der Hochschule, den Anwesenden die neuen Räume im Otto-Lüpke-Haus vor und nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für die Zusammenarbeit zu danken.

 

Die umgestalteten Räume wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Mensa genutzt, bis 1993 die Hochschulbibliothek in sie einzog. Mit der Errichtung des neuen Bibliotheksgebäudes im Mai 2008 standen neue Nutzungsmöglichkeiten offen, so dass fortan die Lehrveranstaltungen des Sozialwesens dort stattfinden. Der neue Komplex besteht aus zwei großen Hörsälen, drei kleineren Seminarräumen, einem Foyer, einem Sozialraum für Dozenten sowie dem Büro des Zulassungsamtes.

 

Ein besonderer Dank, so der Kanzler, gehe an den Technischen Leiter Rüdiger Schröter und seinen Mitarbeitern der Betriebstechnik, die die neue Ausstattung umgesetzt haben. Zu dieser neuen Technik zählen Whiteboards als interaktive Tafeln sowie eine Videokonferenzanlage, die sowohl der Kommunikation mit Partnereinrichtungen als auch dem Fernunterricht dient.

 

Für die Architekten lag die Herausforderung besonders darin, den Räumen eine moderne Atmosphäre zu verleihen, aber dabei die Präsenz des Altbaus nicht zu stören. Darum wählten sie eine aktuelle, aber zugleich zurückhaltende Formensprache und verliehen jedem Raum einen „eigenen Fußabdruck", so Mayer-Winderlich. Als eine Referenz an die Geschichte des Gebäudes wurden die großen, ursprünglichen Flügeltüren aufwendig restauriert und in die Neugestaltung integriert.

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Rektor Gerhardt dankt ehrenamtlichen Mitarbeitern am Internationalen Tag des Ehrenamtes

(06.12.2008)

Anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember dankt Prof. Johann Gerhardt, M.Div., D.Min., Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau, gemeinsam mit Pastor Gerald Hummel den ehrenamtlichen Mitarbeitern von Hochschule und Kirchengemeinde: „Der Tag des Ehrenamtes macht uns darauf aufmerksam, dass unsere Gesellschaft durch den freiwilligen Einsatz von Mitmenschen innerlich zusammen gehalten wird. Hochschule, Kirchengemeinde und das Zusammenleben im Ort sind auf das Ehrenamt angewiesen. Nur so kann unser Leben gelingen. Ich danke allen ehrenamtlich Tätigen von Jung bis Alt. Ihr Einsatz ist nicht selbstverständlich, sondern ein Zeichen der inneren Verbundenheit."

 

An der Theologischen Hochschule sind Ehrenamtliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (Kultur), im Freiwilligen Ökologischen Jahr oder als Volunteers in der Kindertagesstätte sowie in den Fachbereichen tätig. Darüber hinaus engagieren sich ehemalige Mitarbeiter im Ruhestand weiterhin an der Hochschule.

 

Zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern gehört Tinoda Garapasi aus dem südafrikanischen Simbabwe. Der 28-jährige studierte Systemadministration an der National University of Science and Technology seines Heimatlandes und war an verschiedenen Orten als IT-Spezialist tätig. Um Auslandserfahrungen zu sammeln, konnte er zwischen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Großbritannien, Deutschland und asiatischen Ländern wählen. „Aber ich habe auf mein Herz gehört und bin nach Deutschland gekommen", erklärt Garapasi. Als Kind habe er eine Karte aus Deutschland erhalten, die er in seinem Zimmer aufhing und die Neugier auf das Land geweckt hat. Für ein Jahr unterstützt Garapasi nun die Betreuung des Computernetzwerks in der Friedensauer Hochschulbibliothek.

 

Der 5. Dezember wurde im Jahr 1985 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Ehrenamts (engl. International Volunteer Day for Economic and Social Development) erklärt. Seither würdigt dieser Tag den ehrenamtlichen Einsatz und das Engagement aller Freiwilligen weltweit. In Deutschland engagieren sich 23 Millionen Menschen ehrenamtlich.

 

Bild: 01 - Tinoda Garapasi ist als IT-Spezialist freiwilliger Mitarbeiter (Volunteer) in der Hochschulbibliothek Friedensau (Foto: Philipp Schleinig)

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Theologische Hochschule Friedensau graduierte 54 Absolventen

(12.10.2008)

Die Theologische Hochschule Friedensau graduierte am Sonntag (12.10.2008) feierlich 54 Absolventen. Den Kandidaten, die im akademischen Jahr 2007/2008 erfolgreich die Abschlussprüfungen ihrer Studiengänge abgelegt hatten, wurden die akademischen Grade Bachelor of Arts in Theology, Master of Arts in Theology, Diplom-Theologe, Bachelor of Arts in Social Work, Master of Arts in Counseling, Master of Arts in International Social Sciences, Master of Arts in Social Work, Magister Artium der Internationalen Sozialwissenschaften, Magister Artium der Verhaltenswissenschaften und Diplom-Sozialarbeiter/Diplom-Sozialpädagoge verliehen.

 

Auf die Absolventen aus Deutschland, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Moldawien, Kirgistan, Südkorea, Tansania, Chile und Peru warten berufliche Herausforderungen in mehreren Ländern. So wird Nils Dreiling, der einen Mastergrad in der Theologie erwarb, Pastoralpraktikant in Bonn. In seiner fachübergreifenden Abschlussarbeit befasste er sich mit psychosozialen Belastungen bei Pastoren. Dazu untersuchte Dreiling, welche Risiken beispielsweise zum Burnout von Pastoren bestehen und wie man diesen Belastungen vorbeugen könnte. In diesem Rahmen berücksichtige Dreiling insbesondere die persönliche Religiosität von Pastoren, zu der er gemeinsam mit einer Forschungsgruppe mehrere Hundert Theologen befragte. Sein Kommilitone Rafael Babashalin, der zum Master of Arts in International Social Sciences graduiert wurde, befasste sich in seiner Masterthesis im Fachgebiet Entwicklungszusammenarbeit mit der Nahrungsmittelsicherung in Entwicklungsländern. Seinen Schwerpunkt legte der aus Kirgistan stammende Absolvent auf die Möglichkeiten, traditionelle Methoden der Nahrungsmittelverarbeitung in die Arbeit einzubeziehen und beschrieb dafür konkrete Projekte. Aufgrund seiner Qualifikation kann Babashalin die Stelle eines Projektmanagers für osteuropäische Länder bei einer österreichischen Hilfsorganisation antreten.

 

In der Festansprache zur akademischen Graduierung forderte Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz und Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, dass sich Hochschulen nicht allein an den Bedürfnissen des Marktes orientieren sollten. Studienfächer, die aus rein ökonomischer Sicht weniger gefragt sind, seien dennoch wichtig für die Sozialstrukturen und die Kultur der Gesellschaft. Hinsichtlich des verstärkten Fachkräftebedarfs in der Wirtschaft und an Hochschulen plädierte Willingmann, den bestehenden Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungschancen zu durchbrechen. Die Hochschulen sollten sich deshalb auch für Bildungsinteressierte öffnen, die noch keine Hochschulreife haben oder sich berufsbegleitend weiter bilden möchten.

 

Als Vertreter der Kirche rief Pastor Johannes Naether die Absolventen auf, in ihren Tätigkeitsfeldern fachliche Professionalität mit Mitmenschlichkeit und Anteilnahme zu verbinden. Ausdrücklich dankte er den konfessionslosen Graduanten, dass sie an einer kirchlichen Hochschule studiert haben. Ihre Offenheit und ihr kritisches Rückfragen sei eine Bereicherung. Naether ermutigte sie, die Sensibilität für den Glaubenshintergrund anderer Menschen zu bewahren.

 

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau umfasst die beiden Fachbereiche Sozialwesen und Theologie mit insgesamt 123 Studierenden. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenreaktionsmanagement und biblische Archäologie.

 

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48 Studienanfänger und neuer Studiengang „Sozial- und Gesundheitsmanagement“ an Theologischer Hochschule Friedensau

(06.10.2008)

48 Studentinnen und Studenten nehmen mit dem Wintersemester 2008/2009 ein Studium an der Theologischen Hochschule Friedensau auf. Erstmals wird im Fachbereich Christliches Sozialwesen der Masterstudiengang „Sozial- und Gesundheitsmanagement" angeboten.

 

Zur Einschreibung begrüßte Rektor Prof. Johann Gerhardt, M.Div., D.Min., am Montag (06.10.2008) die Studienanfänger und wünschte ihnen Mut, trotz der persönlichen Umstellung, die mit dem Beginn eines Studiums verbunden sind, entschlossen voran zu gehen. Besonders würdigte Rektor Gerhardt die Herausforderungen, die Studierende aus anderen Kontinenten bewältigt haben, um in Friedensau zu studieren. Die Studienfänger stammen außer Deutschland aus Serbien, Polen, Russland, Ukraine, Kirgistan, Myanmar, Philippinen, Nigeria, Tansania, Sambia, Burundi, Brasilien, Venezuela und Haiti. Insgesamt studieren in Friedensau 123 Studierende aus 19 Ländern.

 

Mit dem Beginn des Wintersemesters können Absolventen eines ersten akademischen Abschlusses erstmals an der Theologischen Hochschule Friedensau den Studiengang „Master of Arts Social- and Health Management" (Sozial- und Gesundheitsmanagement) belegen. Er qualifiziert für Leitungs- und Führungsaufgaben im Sozial- und Gesundheitsbereich und vermittelt rechtliche und organisatorische Kenntnisse, die den Schritt in die Existenzgründung oder in die Selbstständigkeit erleichtern sollen. Der Studiengang wird berufsbegleitend angeboten und umfasst eine Regelstudienzeit von drei Jahren (sechs Semester).

 

Zur Eröffnung des akademischen Jahres erklingt am Sonnabend, 11.10.2008, um 16 Uhr ein Konzert in der Kapelle (Otto-Lüpke-Haus). Unter der Leitung von Jürgen Hartmann und Rio Toyoda spielt das Orchester der Theologischen Hochschule Friedensau die Sinfonie Nr. 6 F-Dur („Pastorale") von Ludwig van Beethoven, die Streichersinfonie X h-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy, „La Danse sacrée et profane" für Harfe und Streicher von Claude Debussy sowie das „Adagio con Variazioni" für Violoncello und Orchester von Ottorino Respighi. Der Eintritt ist frei.

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Veranstaltungen

22.09.2017 bis 24.09.2017
10:30 Uhr
Ausstellung "Die großen Fünf - Wie die Reformation die Welt veränderte"
Anlässlich des Reformationsjubiläums ist in der Bibliothek der Theologischen Hochschule ... [mehr]
 
23.09.2017
14:00 Uhr
Buchlesung mit Titus MÜller "Der Tag X"
Zur Lesung mit Titus Müller lädt die Theologische Hochschule Friedensau für Samstag, 23. ... [mehr]